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Einfuhrung und Fassade

Einfuhrung und Fassade

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Die S. Anastasia Basilika ist ein meisterhaftes Beispiel italienischer Gotik.
Die Basilika hat den Namen ihrer auf die Longobardenzeit zurückgehenden Vorläuferkirche, die der Jungfrau Anastasia, Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert gewidmet war, beibehalten.
Das Gebäude stand am Ende der Römerstraße Decumano Massimo, einer der wichtigsten römischen Verkehrswege Veronas, die das Borsàri-Stadttor mit der heute nicht mehr existierenden Postumio-Brücke verband.

Um das Jahr 1290 ließ sich ebenda der Dominikanerorden nieder. Dieser begann schon bald mit dem Bau einer gotischen Basilika, die dem Heiligen Märtyrer Petrus, also dem aus Verona stammenden Dominikanermönch und Zeno, dem Stadtheiligen Veronas gewidmet werden sollte. Der Bau wurde erst durch einen großzügigen Beitrag der Familie Della Scala, die Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts die Herrschaft über die Stadt Verona hatte, möglich.
Im linken Bereich der Fassade befindet sich der Grabbogen von Guglielmo da Castelbarco, Freund und Berater von Cangrande I della Scala und wichtigster Geldgeber für den ersten Bauabschnitt der Basilika. Man beachte im Außenbereich das kostbare, aus mehrfarbigem Marmor bestehende Kirchenportal, das sich deutlich von der Terrakotta-Fassade abhebt. Den Architrav schmücken Reliefs mit Szenen aus dem Leben Christi: Auf der mittleren Säule sehen wir den Heiligen Dominikus mit seinem Symbol, dem Stern, zu Füßen, links den Heiligen Petrus mit der Sonne, und links der Heilige Thomas von Aquin mit dem Mond. Im seitlichen Bereich des Portals war ein Zyklus mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Märtyrers Petrus vorgesehen, was die unausgefüllten Einfassungen auf den Strebepfeiler belegen. Leider wurde er nie vollendet. Ebenso wenig wurde der Verputz der Fassade ausgeführt.